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International: Nach Recherchen von Alphaliner hat das Boxenaufkommen in den 100 größten Containerhäfen der Welt im vergangenen Jahr[ds_preview] um 1,8% auf 555,6Mio. TEU zugenommen. Zu den Gewinnern mit zweistelligen Zuwächsen zählen Port Kelang (+10,8%), Colombo (+10,6%), Manila (+11,3%), Piräus (+10,4%), Mundra (+18,7%), Salalah (+29,4%), Incheon (+12,6%), Fuzhou (+10,0%), Chittagong (+15,9%), Barcelona (+14,5%), Bandar Abbas (+ 23,6%) und Cai Mep (+35,3%). Rückgänge gab es etwa in (-5,2%), Tanjung Pelepas (-9,2%), Jakarta (-6,5%), Felixstowe (-8,5%), Santos (- 5,7%), Port Said (-11,9%), Balboa (- 8,0%), Ambarli (-9,2%), Durban (-5,4%), Cartagena (-10,6%), Manzanillo (-7,3%), Dammam (-9,6%) und Zeebrügge (-10,8%).

Kolumbien: International Container Terminal Services (Manila) und PSA International (Singapur) haben offiziell die erste Bauphase des 550-Mio.-$-Projektes Puerto Aguadulce, eines Joint Ventures im Hafen von Buenaventura, abgeschlossen. Betriebsgesellschaft ist das Gemeinschaftsunternehmen Sociedad Puerto Industrial de Aguadulce. An der Anlage können sowohl Containerschiffe mit Stellplatzkapazitäten bis 18.000TEU als auch Schiffe mit Breakbulk-Ladungen abgefertigt werden. Die beiden Liegeplätze für Containerschiffe können zusammen bis zu 550.000TEU jährlich bewältigen, der Bulkterminal hat eine Jahreskapazität von 2Mio.t.

Mexiko: Präsident Enrique Pena Nieto hat den Tuxpan Port Terminal (TPT) offiziell eröffnet. Die 375-Mio.-$-Anlage ist für einen Jahresumschlag von 710.000TEU ausgelegt. Sie ist eine Tochtergesellschaft von SSA International in Seattle und von einiger Bedeutung auch für den Autoumschlag. De facto hat der Betrieb von TPT mit einer Kaistrecke von 556m an 15m Wassertiefe bereits im vergangenen Juli begonnen. TPT ist der einzige Terminal am Golf von Mexiko, an dem Schiffe mit bis zu 14.000TEU Stellplatzkapazität bedient werden können.

Panama: Die Panamakanal-Verwaltung hat gemeldet, dass mit der »MSC Anzu« (9.008TEU) neun Monate nach seiner Erweiterung das tausendste Neopanamax-Schiff die Schleusen passiert hat. Für den Februar wird als bisheriger Rekord die Passage von 1.180 Schiffen aller Größenklassen mit 1,8Mio. Panama Canal tons PC/UMS) gemeldet, nach 35,4Mio. PC/UMS im Januar und 36,1Mio. PC/UMS im Dezember.

Philippinen: International Container Terminal Inc. (ICTIS) will sein »Flaggschiff«, den Terminal am Firmensitz in Manila, ausbauen, um ihn für die Abfertigung von Containerschiffen bis zu 13.000TEU fit zu machen. Beabsichtigt ist neben dem Bau eines weiteren Liegeplatzes die Beschaffung von fünf Post-Panamax-Brücken und zehn gummibereiften Gantry-Kranen. Die Beschaffung des Großgerätes trotz der Containerkrise wird mit den Anforderungen der wachsenden Wirtschaft des Landes begründet. Die Installation der Großgeräte soll in den Jahren 2018/2019 erfolgen.

Schweden: Hutchison Ports hat mit dem Port of Stockholm eine Vereinbarung über den Betrieb des im Bau befindlichen Containerterminals in Novik Port getroffen. Es ist der einzige Tiefwasserhafen an der Ostküste Schwedens. Der neue Terminal, dessen Inbetriebnahme für 2020 geplant ist, bietet eine Kaistrecke von 450m Länge an 16,5m Wassertiefe. Er soll eine Umschlagkapazität von 450.000TEU p.a. erreichen. Hutchison Port hat in Stockholm bereits seit 2009 den mehr innerstädtisch gelegenen Terminal Frihamnen betrieben. Sein Gelände soll, wenn der neue Terminal fertiggestellt ist, für den Wohnungsbau und für Freizeitanlagen genutzt werden.

APM Terminals (APMT) will den Containerterminal in Göteborg mit Investitionen von fast 30Mio. $ ausbauen und modernisieren. Vor allem soll leistungsfähigeres Equipment beschafft werden, darunter zwei Super-Postpanamax-Brücken. APMT hat die Konzession für den Betrieb des Skandia Container Terminals im Oktober 2011 gewonnen und den Betrieb im Januar 2012 mit damaligen Investitionsplänen in Höhe von 780Mio. SEK aufgenommen.

Griechenland: Die seitens der internationalen Geldgeber geforderten Privatisierungsanstrengungen haben das gewünschte Ziel bei weitem verfehlt. Eines der »Highlight« ist die Übernahme der Kontrolle der Piräus Port Authority durch Chinas Cosco Shipping. Piräus konnte mit 167,7% nach Berichten aus England die höchsten Zuwachsraten aller europäischen Häfen in der Dekade 2007 bis 2016 erreichen. Allein 2016 gingen mit 3,7Mio. TEU über die Kaikanten. Verglichen mit den 3,3Mio. TEU in 2015 gab es 2016 einen Zuwachs um 11,7%. Nach Informationen von Cosco hat es auch 2017 einen guten Start gegeben: Im Januar wurden auf den drei Terminals in Piräus 282.000TEU umgeschlagen, das sind 12% mehr als im Januar des Vorjahres.