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An Bord der »Maersk Honam« sind drei der vier vermissten Seeleute tot gefunden worden. Ihre Leichen konnten aber noch nicht identifiziert werden. Dei Zahl der Todesopfer steigt damit auf fünf.

Nach dem verheerenden Feuer auf dem Vorschiff des 15.200 TEU-Frachter »Maersk Honan« war es 23 Seeleuten gelungen, sich zu retten. Sie waren von dem zu Hilfe herbeigeeilten Hamburger Containerschiff »ALS Ceres« gerettet worden. Vier Seelute galten bis heute als vermisst – zwei Männer stammten von den Philippinen, einer aus Indien und einer aus Südafrika.

Nachdem das Feuer gelöscht werden konnte, wurden die sterblichen Überreste von drei Crew-Mitgliedern an Bord gefunden, teilte Maersk mit. Um wen es sich handelt, muss die Obduktion ergeben. Auch der vierte Seemann gilt inzwischen als tödlich verunglückt.

»Unser tief empfundenes Beileid gilt den Familien unserer verstorbenen Kollegen. Wir tun unser Möglichstes, um sie in dieser schrecklichen Situation zu unterstützen«, sagte Søren Toft, Chief Operating Officer bei Maersk.

Die »Maersk Honam« werde gründlich inspiziert, die Such- und Rettungsmission sei nun jedoch eingestellt worden. Der verheerende Brand vom 6. März endet mit fünf Todesopfern. Zuvor war ein bereits gerettetes Besatzungsmitglied an Bord der »ALS Ceres« seinen schweren Verletzungen erlegen.

Die überlebenden 22 Seeleute werden an Land medizinisch behandelt, die meisten seien bereits aus dem Krankenhaus entlassen worden. Sie alle würden psychologisch betreut. »Wir werden sie so schnell wie möglich zu ihren Familien zu bringen«, versicherte Palle Laursen, Chief Technical Officer der Maersk Line.

Unklar bleibt die Unglücksursache. Toft hatte bestätigt, dass die »Maersk Honam« Gefahrgut geladen hatte. Warum das Feuer ausgebrochen ist, konnte bislang aber noch nicht ermittelt werden. Die indische Polizei hat eine Routineuntersuchung des Vorfalls eingeleitet und werde alle Besatzungsmitglieder zu den Ereignissen befragen. Auch Maersk hatte eingehende Untersuchungen angekündigt.

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Das Feuer an Bord des Containerschiffs konnte im Verlauf des Wochenendes gelöscht werden. Spezialschiffe seien weiter vor Ort und bereits mit den Bergungsarbeiten beschäftigt. Die Operation werde von Smit Salvage und Ardent geleitet. Maersk hat zwei eigenen Experten entsandt, die eng mit den Bergungsunternehmen zusammenarbeiten sollen. 

Auf der »Maersk Honam« war in der Nacht zum 7. März (Mittwoch) in einem der vorderen Frachträume ein schwerer Brand ausgebrochen. Der Containerfrachter (15.200 TEU) befand sich auf dem Weg von Singapur nach Suez. Rund 900 sm südöstlich von Salalah (Oman) kam es zu dem Unglück.

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