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Ähnlich wie die Automobilbranche oder die Luft- und Raumfahrttechnik kommt auch die maritime Wirtschaft nicht am Thema 3D-Druck vorbei. Zum ersten Mal findet auf der maritimen Weltleitmesse SMM eine Sonderschau zum 3D-Druck statt.

Ob Propeller, Bauteile oder gleich ein ganzes Schiff: Es gibt kaum etwas, das künftig nicht mit 3D-Druck erzeugt werden kann. Noch steht das Verfahren am Anfang seiner Möglichkeiten, doch Experten sind sich sicher: Diese Technologie wird die globalen Warenströme verändern, der Schifffahrt aber auch ganz neue Möglichkeiten eröffnen. Etwa, wenn es um die Ersatzteilversorgung überall auf der Welt »just in time« geht. Das amerikanische Marktforschungsunternehmen International Data Corporation rechnet mit einem jährlichen Umsatzwachstum in der 3D-Druck-Branche von 15 %.

Durch 3D-Druck produzierte Propeller könnten schon bald Realität werden
Durch 3D-Druck produzierte Propeller könnten schon bald Realität werden. Quelle: Damen

In diesem Jahr findet erstmals eine Sonderschau zum Thema 3D-Druck mit einer Live-Demonstration auf dem Messegelände statt. Projektpartner ist das Maritime Cluster Norddeutschland (MCN). Auf der »Maritime 3D Printing Show Area@SMM« präsentieren sich Aussteller zum Thema 3D-Druck. Mit dabei sind Rolf Lenk, Gefertec, MMG, Treo, SLM und das Maritime Cluster Norddeutschland.

»Die Bauteile werden nicht mehr geometrisch gestaltet durch Gießen, Bohren oder Fräsen, sondern additiv – also schichtweise – aufgebaut«, erklärt Professor Claus Emmelmann, Leiter der Fraunhofer-Einrichtung für Additive Produktionstechnologien IAPT. Das sieht nicht nur spektakulär aus – »es erlaubt auch Konstruktionen mit einer beliebigen, bisher noch nicht vorstellbaren Komplexität«, so Emmelmann. Gewichtsreduktionen von bis zu 80 % seien möglich. Im starken Wettbewerb stehende Unternehmen könnten Bau- und Materialkosten einsparen und die Bauzeit von Komponenten drastisch verkürzen.

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