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Das größte deutsche Register blickt 2018 auf 70 erfolgreiche Jahre im Dienste deutscher und internationaler Kunden zurück.

Basierend auf einer engen Verbindung mit den USA und massgeblich unterstützt durch den damaligen US-Außenminister Edward R. Stettinius wurde 1948 das Liberianische Register gegründet und entwickelte sich in der Folgezeit zum schon damals größten Schiffsregister weltweit.

Seine internationale Verpflichtung wahrnehmend, übernahm Liberia als Gründungsmitglied der International Maritime Organisation (IMO) sehr früh eine führende Rolle in der globalen Schifffahrt und ist auch heute Mitglied des IMO Council, in das es seit 2012 beständig gewählt wurde.

Das liberianische Register zählt heute mehr als 4.300 Schiffe, gleichbedeutend mit etwa zwölf Prozent der weltweiten Handelsflotte, und plaziert sich damit als zweitgrößte Flagge überhaupt.

All Flags Are Not Alike – Die öffentlich-private Partnerschaft hinter dem Liberia Register

Scott Bergeron, CEO LISCR

Grundlage des Erfolges ist sicherlich das Modell einer öffentlich-privaten Partnerschaft unter der LISCR, das Liberian International Ship and Corporate Registry, als privatwirtschaftliches Unternehmen mit dem Hauptsitz in Dulles/USA, das Register im Auftrage des Staates Liberia führt. Die Kombination eines flexibel agierenden privatwirtschaftlichen Unternehmens mit einem international anerkannten und über diplomatische Kraft verfügenden Staat resultiert in der besonderen Stärke des Registers.

»So können wir unsere Leistungen zeitnah erbringen und gleichzeitig die hohe Qualität unserer Flotte aufrecht erhalten. Auf diese Weise hat sich Liberia die Spitzenposition in führenden Schifffahrtsmärkten wie Deutschland und Griechenland erkämpft«, sagt Scott Bergeron, CEO von LISCR. Im Vergleich dazu führe das staatliche Modell bei Flaggenstaaten häufig zu mehr Bürokratie und geringerer Serviceorientierung.

So ist ein weltweites Netzwerk von 28 regionalen Niederlassungen, welche zudem von mehr als 400 Inspektoren unterstützt werden, entstanden. Damit zeigt das Register nicht nur Präsenz an den Standorten der Kunden sondern kann auch dort schnell und zuverlässig agieren, wo die Schiffe sind. Global und rund um die Uhr.

Diese einzigartige Struktur des liberianischen Registers hat sich als das effektivste Modell für eine Flaggenverwaltung erwiesen. Technische Innovationen und die beständige Verbesserung der Servicequalität werden sichergestellt und im Dialog mit dem Kunden können alternative Lösungen entwickelt werden.

Ein besonderes Beispiel des Zusammenspieles zwischen Kunden, Staat und Register stellt sicherlich der jüngst um weitere fünf Jahre verlängerte Vertrag mit China dar, nach dem Schiffe unter der Flagge Liberias von einer Reduzierung der Hafengebühren um 28% profitieren. Doch nicht nur diese sehr attraktive Reduzierung der Hafengebühren konnte erreicht werden sondern zudem wurde eine enge Zusammenarbeit in technischen Fragen sowie der intensive Austausch hinsichtlich Inspektionen vereinbart.

Deutscher Fokus

In Deutschland stellt Liberia mit einem Markanteil von 34% die mit Abstand größte Flagge dar und ist aufgrund der besonderen Dienstleistungsorientierung und Nähe zum Kunden die bevorzugte Wahl der deutschen Reeder.

Source: Clarksons WFR 2018

In Hamburg betreibt das Liberia Register eine von zwei deutschen Niederlassungen – der zweitgrößte Standort weltweit nach der Zentrale in Dulles bei Washington.

Über die beiden deutschen Standorte, die mit Kapitänen, Juristen und anderen langjährigen Experten aus der Schifffahrt besetzt sind, kann das komplette Leistungsspektrum der Flagge abgerufen werden. Die guten und partnerschaftlichen Kontakte zu den Kunden helfen dabei, praktische und kosteneffektive Lösungen für die verschiedensten Anforderungen zu finden. Aus diesem Grund ist es dem Liberia Register auch gelungen seinen deutschen Marktanteil von mehr als einem Drittel über die Jahre zu behalten. Dies ist herausragend, wenn man den Rückgang der deutschen Flotte bedenkt.

Das gemeinschaftliche Arbeiten an der stetigen Verbesserung der Qualität der Flotte hat das liberianische Register zu einem der Top-Performer unter den Flaggen gemacht. Dies wird durch die Statistiken der Hafenstaatskontrollen immer wieder nachhaltig belegt. Die Spanne reicht dabei vom harmonisierten Auditprogramm über die professionelle Planprüfung bis hin zu gemeinsamen Industrie Projekten, bei denen LISCR sein fundiertes Wissen in die Entwicklung modernster Schiffe mit einfließen läßt und Partner zusammenführt.

Der Ruf von Qualität und Service hat letztendlich dazu beigetragen, dass sich während der letzten zehn Jahre die Flottengröße weltweit trotz widriger Marktbedingungen verdoppelt hat und Liberia im Jahr 2018 die stärkst wachsende unter den großen Flaggen ist.

Source: Clarksons WFR 2018

Das Land: Liberia

Der westafrikanische Staat, in dem heute knapp fünf Millionen Menschen leben, wurde 1820 gegründet. Am 26. Juli 1847 wurde die freie und unabhängige Republik Liberia ausgerufen – damit ist das Land Afrikas älteste Republik.

George Manneh Weah

Das Rechtssystem orientiert sich am anglo-amerikanischem Common Law. Der aktuelle Präsident George Manneh Weah wurde 2017 gewählt. Monrovia ist die Hauptstadt und der wichtigste Hafen, die Amtssprache des Landes ist englisch.

Die Bedeutung des liberianischen Registers für Liberia und seine Bevölkerung ist enorm: Es spielt eine wichtige Rolle im nationalen Erbe Liberias und ist ein Symbol für positive Veränderungen im Land. Die Einnahmen eröffnen Beschäftigungsmöglichkeiten für die Bürger, generieren Steuereinnahmen und unterstützen die Bildungsziele Liberias, darunter Universitätsstipendien und die Finanzierung mehrerer Blinden- und Gehörlosenschulen.

Weitere Informationen finden Sie unter www.liscr.com

Mount Nimba, Liberia