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Ein neuer Verbund deutscher Häfen und Forschungseinrichtungen will die Cyber-Sicherheit erhöhen. Der Bund fördert das Vorhaben mit insgesamt 2,8 Mio. €.

Bereits kürzeste Systemausfälle können zu erheblichen finanziellen Schäden in Häfen führen. Die Cyberattacke auf Maersk im Juni 2017 hatte mögliche Folgen aufgezeigt. Der dänische Konzern hatte nach dem Hacker-Angriff auf sein IT-Systems den enstandenen Schaden auf 300 Mio. $ beziffert. Auch andere Unternehmen wie Hapag-Lloyd oder MAN beklagen die steigende Cyber-Kriminalität.

Heute seien alle am Hafentransport beteiligten Akteure wie Terminalbetreiber, Reeder, Spediteure, Bahn, Hafenbehörden, Zoll in einem komplexen Hafenkommunikationsverbund miteinander vernetzt. Doch trotz der großen Sicherheitsrisiken existiere bislang keine umfassende Sicherheitsarchitektur.

Das am 1. November 2018 gestartete Verbundprojekt SecProPort soll eine umfassende IT-Sicherheitsarchitektur entwickeln, die vor Sabotage schützen und das Ausspionieren von sensiblen Daten durch Dritte verhindern soll. Zudem wird die Architektur Resilienz-Maßnahmen bereitstellen, die im Schadensfall die Auswirkungen auf andere Akteure minimieren und das betroffene Netz schnell wieder zum Laufen bringen kann.

Für das Forschungsprojekt haben sich acht Partner aus der Hafenwirtschaft und aus der Forschung zusammengeschlossen: dbh Logistics IT, Hapag-Lloyd, BLG Logistics, Duisburger Hafen, DFKI, Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL) und die Universität Bremen sowie die datenschutz cert GmbH als IT-Dienstleister.

Zunächst sollen typische Angriffsszenarien analysiert werden und, darauf aufbauend ne verbesserte Sicherheitsarchitektur entwickelt und prototypisch mit den Anwendungspartnern umgesetzt werden, heißt es in einer Mitteilung.

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