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Mit weiteren Schiffsankäufen bereitet Navios Maritime Containers offenbar den Börsengang in New York vor und investiert dafür knapp 400 Mio. $.

Die in Oslo gelistete Investmentgesellschaft (OTC Market) aus der Unternehmensgruppe von Angelika Frangou hat weitere 5 Schiffe gekauft, darunter vier Einheiten mit je 10.000 TEU Kapazität. Der Wert: rund 244 Mio. $. Außerdem bestehen dem Vernehmen nach Optionen auf weitere vier Schiffe für noch einmal 144 Mio. $.

Die 10.000 TEU-Einheiten sind alle 7 Jahre alt und wurden bei Samsung gebaut. Verkäufer ist Maklerberichten zufolge Capital Maritime and Trading, ein Unternehmen von Evangelos Marinakis. Es handelt sich demnach um die »Athenian«, »Athos«, »Asklipios« und »Aristimenis«. Sie sollen im 3. Quartal übernommen werden und fahren zu einer Tagesrate von 26.663 $/Tag.

Das 5. Schiff bei der jüngsten Akquisition ist die »Hyundai Hongkong« mit 6.800 TEU, die 2006 gebaut wurde. Dabei werden 36 Mio. $ an die Schwesterfirma Navios Maritime Partners überwiesen. Die Finanzierung stammt aus einer neuen Kreditlinie, heißt es.

Innerhalb der Gruppe sollen demnächst auch die »Hyundai Singapur«, »Hyundai Busan«, »Hyundai Shanghai« und »Hyundai Tokyo« für ebenfalls 36 Mio. $ pro Schiff erworben werden. Alle 5 Post-Panamax-Schiffe sind bis Dezember 2019 zu 24.095 $/Tag verchartert, ab Dezember 2023 steigt die Rate auf 30.119 $/Tag.

Nach dieser Übernahme zählt die Flotte von Navios Containers 30 Schiffe mit insgesamt 166.338 TEU und einem Durchschnittsalter von 9,8 Jahren.

Navios, FangouMit dem Ausbau der Flotte wird ganz offensichtlich ein Börsengang der Containersparte in New York vorbereitet. Es wäre das bereits 6. börsengelistete Unternehmen von Angelika Frangou. Ein erste Prospekt für den geplanten IPO wurde bereits bei potenziellen Investoren hinterlegt. Details zum Ausgabepreis oder zum erhofften Volumen wurden bislang nicht genannt.

Seit 2015 (Gener8) hatte es keinen Börsengang eines Schifffahrtsunternehmens mehr in New York gegeben. Jetzt schickt sich noch vor Navios die Bulker-Reederei Google Bulk von John Michael Radziwill dazu an.