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Im Übungsgebiet des Nato-Manövers »Trident Juncture« ist der Tanker »Sola TS« mit einer Fregatte der norwegischen Marine kollidiert und hat das Kriegsschiff schwer beschädigt. Mehrere Menschen wurden verletzt, die Rettungsaktion läuft noch.

Bei dem Zusammenstoß des 250 m langen Aframax-Tankers »Sola TS« (112.700 tdw) der Reederei Tsakos Energy Navigation mit der wesentlich kleineren Fregatte (133 m) vor der Küste Norwegens sind am frühen Morgen Berichten zufolge mehrere Menschen verletzt worden. Der Unfall ereignete sich auf der Höhe der norwegischen Provinz Hordaland in der Nähe von Bergen an der Einfahrt in den Hjeltefjorden.

Die Fregatte »KNM Helge Ingstad« hat Schlagseite und drohte zunächst zu sinken. Die Rede war von einem massiven Wassereinbruch, der allerdings stabilisiert werden konnte. Das Schiff wurde auf Grund gesetzt.

Die Kollision hatte sich gegen 4 Uhr ereignet. Nach Angaben der norwegischen Behörden war der rund 250 m lange und 44 m breite Rohöltanker unterwegs zum Ölterminal von Sture, das auf einer vorgelagerter Insel rund 35 km nordwestlich von Bergen liegt. Ein Schlepper halte das Kriegsschiff am Platz, erklärte die norwegische Feuerwehr. Das mit Rohöl beladene Tankschiff wurde nur leicht beschädigt. Die Unfallstelle liegt in einem von zahlreichen Inseln durchsetzten Seegebiet in den norwegischen Küstengewässern.

Bei dem Unglück wurden sieben Menschen leicht verletzt. Nach Angaben der Rettungszentrale HRS waren 137 Menschen an Bord der Fregatte. Der 23 Mann starken Besatzung des Tankschiffes sei nichts passiert.

In der Region findet derzeit das größte Nato-Manöver seit Ende des Kalten Krieges statt. Truppen aus 31 Staaten trainieren dabei die gemeinsame Abwehr eines fiktiven Großangriffs. An dem Manöver sind auch Einheiten der Bundeswehr beteiligt.