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Die chinesische Cosco-Gruppe baut ihre Flotte an spezialisierten MPP-Schiffen aus. Bis zu neun Frachter für den Zellstoff-Transport werden gebaut.

Je nach Berechnung ist Cosco Specialized Carriers, so der Name der zuständigen Tochter, entweder Marktführer vor BBC Chartering (nach Tonnage-Kapazität) oder auf Rang zwei hinter der Tochter der Leeraner Reedereigruppe Briese (nach Anzahl der Schiffe).

Cosco
Foto: Wägener

Im Mehrzweck- und Schwergutgeschäft will Cosco vor allem von der milliardenschweren Infrastruktur-Initiative »One Belt One Road« – auch »Maritime Seidenstraße« genannt – der chinesischen Regierung profitieren.

Zuletzt war die Flotte unter anderem mit zehn 36.000-Tonnern ausgebaut worden. Schon vor zwei Jahren hatte Cosco allerdings gegenüber der HANSA bestätigt, stetig weiter investieren zu wollen – und hat das auch getan. Das jüngste Projekt wird für eine spezielle Ladungsart gebaut, den Transport von Zellstoffen und Papier. Man wolle die Wettbewerbsfähigkeit der Flotte verstärken.

Mit der konzerneigenen Werftsparte Cosco Heavy Industries wurde der Bau von zunächst fünf Schiffe mit jeweils 62.000 Tonnen Tragfähigkeit vereinbart, wie Makler und die Nachrichtenagentur reuters berichten. Hinzu kommt eine Option auf vier weitere Neubauten dieses Typs. Sie sollen bestehende Ladungsverträge absichern. Schon im vergangenen Jahr hatte Cosco sogenannte »Pulp Carrier« bestellt, die 2019 in Dienst gestellt werden.

Die jetzt kontrahierten Neubauten sollen ab 2020 von der Cosco-Werft in Dalian abgeliefert werden. Man habe sich auch zu der jetzigen Order entschlossen, weil die Neubaupreise noch relativ niedrig seien, heißt es in einem Statement der Reederei. Die Neubauten kosten jeweils umgerechnet rund 33,5 Mio. $. Weitere Investitionen in die »Spezialflotte« werden explizit nicht ausgeschlossen.

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